Archiv der Kategorie: Rezensionen

»Revolutionärer Tabubruch«

David Berger rezensiert Die große Verschwulung – und das freundlich
150111 Pirincci
Laut Berger könnten die Schwulen ein lebhaftes Interesse daran haben, ihre Männlichkeit mit Argumenten Pirinccis gegen die dekonstruktiven Angriffe der Gender-Ideologie zu verteidigen. Foto: flickr.com/Andrew Dyer, At The Cutting Edge

Drei Monate nach dem Erscheinen von Akif Pirinçcis Die große Verschwulung erschien heute auf Huffington Post die zweite Rezension des Buches – und zwar von David Berger, jenem habilitierten katholischen Theologen, der bis 2010 Lektor der Päpstlichen Kongregation für die Glaubenslehre, Religionslehrer im Bistum Köln (bis 2011) sowie Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift Theologisches war. Er outete sich 2010 als homosexuell, verlor seine kirchlichen Ämter und trat aus der Kirche aus. Im November 2010 erschien sein stark autobiographischer Bestseller Der heilige Schein, »Revolutionärer Tabubruch« weiterlesen

Ämmah

Rezensenten, die kein Buch lesen können, gibt es viele. Sie stellen sogar die laute Mehrheit. Rezensenten, die das Verlagspersonal nicht erfragen können, gibt es einige. Rezensenten aber – Verzeihung –, Rezensentinnen, welche die Rezensionen ihrer nicht lesen könnenden Kolleginnen und Kollegen nicht ordentlich abschreiben können, gibt es bislang nur eine und die sitzt in der Redaktion von Emma, welche jetzt den Pirinçci-Leser zum »Pascha des Monats« gekürt hat, jenen idealtypisch böse-verstockten Leser, »der seine Naturfaserkleider und das Bioessen bei Manufactum kauft (›Es gibt sie noch, die guten Dinge‹). Plus das Pirinçci-Buch aus dem Manufactum-Verlag.« Aus einem Verlag also, den es gar nicht gibt und nie gegeben hat. Das Rezensionsexemplar hat übrigens die Praktikantin höchstpersönlich bestellt.

 

»Irre oder mutig?« − Der kleine Akif in Bild, FAS, Spiegel, Focus, Welt und taz

Akif Pirinçci ist mit Deutschland von Sinnen heute auf drei Seiten in Bild am Sonntag vertreten. Reporterin Anja Hardenberg hat ihn zum zweiten Mal in Bonn besucht und neben vielen interessanten Details aus seiner Biographie Kindheits- und Familienfotos mitgebracht, die wir vom Verlag auch noch nicht kannten: »Akif Pirinçci (54) spaltet die Republik mit seinem Bestseller ›Deutschland von Sinnen‹. Seine Gegner vergleichen ihn mit Hitler. Ist er gefährlich oder genial?« »Irre oder mutig?« − Der kleine Akif in Bild, FAS, Spiegel, Focus, Welt und taz weiterlesen

Tirili, tirila … Wo lebt Konstantin Wecker?

Konstantin Wecker liest Akif Pirinçci, wir fassen es nicht! Vielleicht stimmt es auch gar nicht, vielleicht tut er nur so. Vielleicht hat er nur mal so in das Buch reingeschnüffelt, während wir nur so tun, als ob wir Deutschland von Sinnen verkauften. In Wahrheit ist es nämlich ganz anders, und wir kaufen das Buch zehntausendfach auf eigene Rechnung, um die amazon-Notierung zu stützen wie Notenbanken irgendeine marode Weltwährung.
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»Die Welt« stellt sich dumm

»Warum er, einst ein bissig-kluger Analytiker, den interessanten Ansatz seines Buches – ein türkischer Migrant analysiert kritisch das Verhalten von türkischen Zuwanderern – durch Fäkalsprache, Verschwörungstheorien und Brachialprovokation zunichtemacht, wird wohl sein Geheimnis bleiben«, schreibt Miriam Hollstein hier in der Welt. Über das Interessante seines Ansatzes schreibt sie nichts. Ist sie Pirinçci in Wahrheit vielleicht dankbar für Fäkalsprache, Verschwörungstheorien und Brachialprovokationen, weil diese sie von der Verpflichtung entlasten, dem Phänomen des »neuen  Sarrazin« ein wenig auf den Grund zu gehen? Ihr Angebot ist jedenfalls denkbar mager: »Irgendetwas muss passiert sein.« Was war es bloß?