Dr. Berger klagt an

Es spricht viel für die von Thomas Hoof geäußerte Vermutung, daß »Homosexuelle, um deren ›Orientierung‹ sich nun wirklich niemand mehr kümmert, sich gerade deswegen ungeliebt fühlen«. Und dafür, daß »dieses Mangelempfinden vermutlich nicht einmal dann ein Ende hat, wenn sie amtlich als die besseren Menschen anerkannt und diplomiert sind«. Eben dieses von kindlicher Kränkung durchmischte Mangelempfinden läßt sich aus dem Piekser herauslesen, den sich Dr. David Berger in der Huffington Post gegen Akif Pirinçci, Matthias Mattusek, Thilo Sarrazin, Gabriele Kuby, Martin Lohmann »und einige andere« geleistet hat. Dr. Berger wirft ihnen nämlich vor, »mit Homophobie reich und berühmt« geworden zu sein. Seltsam nur, daß es trotzdem immer noch bei dieser kleinen Schar von Erzfeinden geblieben ist und daß deren genialer Trick partout keine Nachahmer findet. Warum sind es wohl so wenige, die noch irgendetwas sagen und zwar nicht etwa gegen Homosexuelle (hier irrt der Doktor der Theologie), sondern gegen die ausufernde Pornokratie von Medien, Gender-Professorinnen und, allen voran, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung? Und warum hat wohl keine der von Dr. Berger angeklagten Herrschaften, auch wenn sie gelegentlich im Fernsehen aufgetreten sind, jemals ihre »Homophobie« an eine der vielen Talkshows »verkaufen« dürfen? Aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Vielleicht liest Dr. Berger gelegentlich Pirinçcis Buch. Danach schauen wir gern nochmal bei der Huffington Post vorbei, um zu sehen, ob er es inzwischen verstanden hat.

Andreas Lombard