Es tut uns leid

Es tut uns aufrichtig leid, daß die Otto Group und die Firma Manufactum der Aufforderung der Huffington Post von heute nicht gefolgt sind, sich von Aki Pirinçcis Buch Deutschland von Sinnen zu distanzieren
und daß sie die deutsche Öffentlichkeit für dessen Existenz auf dem Buchmarkt noch immer nicht in aller Form um Entschuldigung gebeten haben. Manufactum weist nur darauf hin, »dass der Verlag und die Firma Manufactum seit Jahren bereits in keinerlei gesellschaftsrechtlichem Zusammenhang stehen«. Vielleicht sollte die Huffington Post es ersatzweise bei der Firma Birkenstock versuchen, deren Schuhe (wie man in der Bild am Sonntag lesen konnte), Pirinçci so gerne trägt, oder bei den Bonner Stadtwerken, die für Wasser und Strom aus seinen politisch unkorrekten Händen sogar schon Geld entgegengenommen haben und immer noch nehmen. Und dazu schweigen. Was für ein Skandal. Dumm nur, daß unser tapferes Schreiberlein Jan David Sutthoff »nicht der erste ist, der vom Otto-Versand eine Distanz verlangt von etwas, zu dem das Unternehmen nie irgendeine Nähe hatte«, distanziert sich André F. Lichtschlag von diesem kläglichen Denunziationsversuch, der an den ebenfalls mißglückten Anlauf von Hilal Sezgin aus dem vergangenen Jahr erinnert.